[Blogtour Ewig und du] Tag 4 ~ Leben mit Behinderung

Hallo, meine Lieben, und herzlich willkommen zum vierten Tag der Blogtour zu „Ewig und du“ dem Debüt von Emily Bähr bei Carlsen Impress.

In den letzten Tagen habt ihr schon einiges über das Buch und die Protagonistin Lefke erfahren und durftet auch schon etwas über Verzweiflungstaten lesen. Bevor ihr morgen die Autorin besser kennenlernen werdet, habe ich die Ehre, euch heute etwas über eines der Hauptthemen des Buches zu erzählen.

Leben mit Behinderung

Bevor wir zum eigentlichen „Leben mit Behinderungen“ kommen, sollten wir erst einmal klarstellen, was eine Behinderung ist und wie man die Arten von Behinderungen untergliedert. Schließlich leidet nicht jeder Yoloswagger, der einmal „ich bin ja so behindaaat #yolo #swag #hashtag“ (Zitat „Ewig und du“) getwittert hat, unter einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung.  Das ist es nämlich, was wir unter einer Behinderung verstehen.

Warum erzähle ich euch das? Ganz einfach. Behinderungen stellen ein zentrales Thema in „Ewig und du“ dar, weil sowohl die Protagonistin Lefke als auch der Protagonist Louis unter einer leiden und uns zeigen, wie sie damit leben.

Rollstuhl Symbol
(Quelle: Pixabay)

Lefke sitzt nach ihrem 8-monatigen Koma im Rollstuhl und das, obwohl sie eine strahlende Karriere als Ballerina vor sich hatte. Sie ist also nicht mit ihrer Behinderung geboren worden, sondern hat sie sich erst im Verlauf ihres Lebens zugezogen. Das stellt natürlich für ihre Familie und auch für sie selbst eine große Veränderung dar, schließlich kann sie nun nicht mehr einfach so von A nach B laufen. Selbst das Öffnen von gewöhnlichen Türen wird zu einer waschechten Herausforderung, der sie sich Tag für Tag stellen muss.

Es wäre gelogen, zu behaupten, ich könnte auch nur annähernd nachvollziehen, wie Menschen mit Behinderungen ihr Leben meistern, habe ich es doch kaum geschafft, mich in dem Rollstuhl meines Bruders im Urlaub vor ein paar Jahren über den Campingplatz zu manövieren. Erst wenn man als vollkommen gesunder Menschen versucht, sich auf zwei Rollen durch den Tag zu bringen, versteht man, was körperlich Benachteiligte Tag für Tag erleben.

Heutzutage gibt es zwar viele behindertengerechte Einrichtungen, Rampen und Aufzüge statt Treppen, Begleitservices für die öffentlichen Verkehrsmittel und abgesenkte Bordsteine, doch so sehr sie das Leben für Rollstuhlfahrer auch erleichtern, vergleichbar mit zwei gesunden Beinen wird es wohl nie sein.

Louis für seinen Teil ist zwar nicht körperlich beeinträchtigt, doch er leidet ebenso an einer Behinderung. Er ist nämlich Autist. Für die, die nicht wissen, was das bedeutet, habe ich euch eine kurze Definition vom Bundesverband Autismus Deutschland e.V. herausgesucht:

Autismus ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung. Häufig bezeichnet man Autismus bzw. Autismus-Spektrum-Störungen auch als Störungen der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und des Verhaltensrepertoires auswirken.
(Zitat Bundesverband Autismus Deutschland e.V. | Quelle)

Louis leidet im Zuge seines Autismus an einigen Zwangsneurosen, braucht stets einen routinierten Tagesablauf und was soziale Kontakte angeht, ist es bei ihm auch schwierig. Obwohl er körperlich also vollkommen fit ist, ist das Leben für ihn ebenso schwierig zu meistern wie für Lefke.

dyslexia-3014152_1920.jpg
(Quelle: Pixabay)

Während man aber einiges tun kann, um das Leben von Rollstuhlfahrern, Blinden, Taubstummen, usw. zu erleichtern, ist das bei geistigen Behinderungen noch einmal eine ganz andere Sache. Autismus, Lernschwächen oder Krankheiten wie das Down-Syndrom kann man nicht einfach mal so heilen und ein abgesenkter Bordstein macht das auch nicht besser. Die Betroffenen müssen in diesem Fall einfach lernen, damit zu leben. Es mag zwar verschiedene Therapiemöglichkeiten geben, aber Heilung ist bislang noch nicht in Sicht.

Dass man aber lernen kann, damit zu leben, zeigen Lefke und Louis in „Ewig und du“ und zwar auf eine unverwechselbare, herzerwärmende Art und Weise, die jeden Leser unweigerlich zum Schmunzeln bringt. Wenn ihr nun wissen wollt, wie sie das schaffen, dann findet ihr im Folgenden alle bibliografischen Angaben auf einen Blick:

ewig und du

Preis: 3,99 €

Format: E-Book

Seitenzahl: 334

Altersempfehlung: ab 14

Verlag: Carlsen Impress

Mehr Informationen gibt es hier.

Und meine Rezi findet ihr hier.


Gewinnspiel

Platz 1:
Amazon Gutschein über 25€, ein E-Book zu „Ewig und du“ und Goodiepaket

Platz 2+3:
Goodie Paket + ein E-Book von „Ewig und du“

Um in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr einfach nur folgende Frage beantworten:

Stell dir vor, du müsstest mit einer Behinderung leben: Was würdest du dir von deinen Mitmenschen am meisten wünschen?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Den vollständigen Tourplan findet ihr hier.

Anni

 

 

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9 Kommentare zu „[Blogtour Ewig und du] Tag 4 ~ Leben mit Behinderung

  1. Hallo und guten Tag,

    Mut und Menschlichkeit …….einfach sich mit anderen Menschen auseinandersetzen, egal mit oder ohne Behinderung.

    Oft bauen Menschen unsichbare Mauern auf, weil sie angst vor bestimmten Situationen oder Menschen/Gruppen haben.
    Das muss doch nicht sein….ein Lächeln oder ein kleines Gespräch kann da sicherlich Wunder bewirken.

    LG..Karin…

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  2. Interessant und jetzt muss ich das Buch erst recht lesen!

    Denn meine Tochter hat die „Krankheit“ Autismus, und wir müssen beide damit leben!
    Spezifischer genau ist es bei ihr „Der Frühkindliche Autismus“ !

    was ich mir wünsche von den Mitmenschen?? Den an Autismus leidenden in jeder Lage und Situation mehr Zeit einzuräumen bevor sie sprechen und handeln „sollten“! Zudem sollte man ihnen immer ihre Ruhe gönnen und sie nie unter Druck setzen,auch nicht wenn es betrifft wenn man den jenigen Fragen stellt-denn ein Autist hat einfach zu viele Gedanken im Kopf die er nie richtig zu ordnen weis,schnell überfordert ist und alles einfach haargenau und richtig machen möchte….könnte jetzt ewig so weiter erzählen aber das ist ja nicht der Grund hier!

    Das allerwichtigste ist für Mich:den Autisten ALLES sagen und machen zu lassen,sei es noch so unverständlich oder nicht von der Gesellschaft als akzeptiert oder normal angesehen!!!!

    VLG Jenny

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  3. Einfach Akzeptanz! Ich habe eine Jugendfreundin, die geistig langsamer ist. In menem Freundeskreis war sie einfach dabei — ohne dass darüber nachgedacht wurde. Das würde ich mir auch wünschen, wenn ich eine Einschränkung hätte.

    Viele liebe Grüße,
    Birgit

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  4. Huhu.
    Ich würde mir ein Entgegenkommen und Respekt auf Augenhöhe wünschen. Wir sind alle Menschen egal ob „normal“ oder „behindert“, da braucht es kein Mitleid. Außerdem würde ich mir wünschen, dass nur geholfen wird, wenn dies explizit erwünscht ist. Nur weil man geistig oder körperlich nicht auf demselben Level ist, ist das nicht gleichbedeutend mit „Hilfe benötigen“.
    LG

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  5. Eigentlich folge ich keinen Blogtouren.
    Eigentlich fand ich das Buch nicht interessant.
    Eigentlich ist eigentlich nur ein Wort, was zu verwenden eigentlich keinen Sinn macht, weil es eigentlich den kompletten Text unnütz macht oder auch nicht.
    Eigentlich.

    Tja was wünsche ich mir wenn….
    Ein bisschen mehr nachdenken?
    Ach nein das wünsche ich mir jetzt schon.
    Ein bisschen mehr Empathie?
    Hmm könnte ebenfalls nicht schaden.
    Etwas mehr miteinander als gegeneinander?
    Auch keine neue Erfindung.
    Tja was dann?

    Ich hab’s!
    Ich wünsche mir ein hübsches neues Wort für „behindert“.
    Sowas wie „normal“.
    Denn ist es das nicht, was eine Behinderung zu einer macht? Die Norm? Der Vergleich?
    Müsste, könnte, sollte?

    Alle Menschen sind anders. Keiner ist wie ein zweiter. Ein bisschen mehr Bewusstsein dafür und es nicht nötig zu überlegen, was mit einer „Behinderung“ anders sein sollte.

    Denn wenn jeder besonders ist, anders als die anderen, wird es nicht auch immer jemanden geben, der mich abstoßend findet? Der mich behindert findet?

    Ich bin behindert, ich kann mich nicht kurz fassen, ich behindere euch in eurem Zeitplan.

    Eine Behinderung verhindert etwas, aber es erlaubt auch ganz viel. Es erweitert den Blick und die Verschiebung auf das Wesentliche im Leben. Ist es nicht das, was unabhängig von allem erdenklich anderem jedem zu wünschen wäre und wir selbst uns durch unseren Alltag davor behindern.

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  6. Hallo zusammen,

    also ich lebe seit 15 Jahren mit einer Behinderung und sitze seit ca 5 Jahren im Rollstuhl.
    Manchmal ist es ziemlich nervend, wenn die Leute so glotzen.

    Und was Du beschrieben hast…der abgesenkte Bordstein…das ist vielleicht in Grossstädten so, aber in kleinen Orten sieht es da schon anders aus.
    Bei uns hat noch nicht mal jeder Bus eine Rampe…was die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für mich oftmals unmöglich macht.

    Ich würde mir mehr Akzeptanz wünschen.
    Dass ich z.B. als Rollstuhlfahrer nicht „am Arsch der Welt“ sitzen möchte, wenn ich schon ne Menge Geld ausgebe…mir vom Mund abspare, um z.B. meine Stars mal hautnah zu erleben.
    Es sind so viele kleine Dinge, die viel besser anzunehmen wären und uns Behinderten das Leben einfacher machen würden….

    DANKE für diese tolle Blogtour😘

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  7. Huhu,
    Danke für den wirklich sehr schönen Beitrag.
    Ich glaube es ist schwer mit einem Menschen mit Behinderung umzugehen.
    Ich würde ja schon gern Hilfe bekommen, aber wiederum möchte ich auch selbständig meine Sachen tun. Ja was machst man fragt man ob man helfen kann, oder lässt man es?
    Ich würde mir aber auf alle Fälle Freundlichkeit, Verständnis und die richtige Portion Hilfe wünschen.

    LG Manu

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  8. Huhu! 🙂

    Es ist immer tragisch, wenn jemand mit Einschränkungen zu kämpfen hat! Besonders schlimm stelle ich es mir vor, wenn man die andere Seite kennt und dann durch einen Unfall wie Lefke seine große Leidenschaft nicht mehr ausüben kann. Und so viele andere Dinge auch nicht mehr ohne Hilfe schafft. 😦 In einer solchen Situation würde ich mir wünschen, dass meine Freunde und Famlilie nicht zusehr ihr Mitleid zeigen, sondern so weiter machen, als wenn nichts wäre. Natürlich ist das nur bis zu einem gewissen Grad möglich, aber mit komischen Blicken meiner Liebsten könnte ich nur schwer umgehen. :/

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

    bookblossom@yahoo.com

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